Es kann jeden von uns treffen: Der plötzliche Tod eines nahen Angehörigen oder einer engen Freundin werfen uns aus der Bahn. Wohin mit unseren Gefühlen, mit unserem Schmerz? Männer und Frauen gehen oft unterschiedlich damit um: Frauen öffnen sich eher, Männer fressen ihr Leid in sich hinein. Und das kann Folgen haben.
Um Männer in ihrer Trauer auffangen zu können, haben sich Horst Grünig und Michael Feldmann zusammengetan und bieten ab dem 8. Oktober für Betroffene im gesamten Kreis Rottweil eine „Trauergruppe für Männer“ an. Der Diplom-Sozialarbeiter Grünig und der Diakon und Theologe Feldmann haben sich bei einer Ausbildung zu Trauerbegleitern kennen gelernt.
Persönliches Erleben als Motivation
Grünig hatte der Todesfall eines jungen Menschen aus seinem nahen Umfeld auf das Thema Trauer und Trauerbegleitung aufmerksam gemacht. Er war mehr als vier Jahrzehnte in der Betreuung von Suchtkranken tätig.
Feldmann war früher Gefängnisseelsorger und hat in einem Hospiz viel mit Sterben und Trauer zu tun gehabt. Bei ihrer Ausbildung zu Trauerbegleitern lernten sie die erfahrene Trauerbegleiterin Uli Wolf kennen, die sie nun beim Start der Trauergruppe unterstützen wird.
Von Musik bis kochen
Bis Weihnachten möchten die Beiden ein abwechslungsreiches Programm für trauernde Männer bieten. Das werde von Musik bis Kochen reichen. Den beiden ist aber auch wichtig, auf die Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen. Die Themen sollen eher Vorschläge sein, die man aber auch flexibel an die Wünsche der Gruppenmitglieder anpassen könne, so Grünig.
Info: Das erste Treffen findet am Donnerstag, 8. Oktober um 18.30 Uhr im Bischof Linsenmann-Haus in Rottweil statt. Kontakt über E-Mail: Trauerberatung-Dekanat.rottweil@drs.de. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


